ZKW kürt die Gewinner des Drive Light & Sight Wettbewerbs

Im Rahmen der „Drive Light & Sight | Edition 2020“ Challenge suchte ZKW im Vorjahr nach Start-ups, die innovative Lösungen in den Bereichen Sensorik und Zusatzleuchten bieten. Nun wurden die insgesamt 74 eingereichten Bewerbungen aus 25 Ländern von der ZKW Expertenjury bewertet. Als Gewinner setzten sich das Jungunternehmen FLITE Material Sciences mit einer neuartigen Methode zur Oberflächenbearbeitung von Scheinwerfer-Abdeckscheiben sowie das Start-up Maradin mit einem Mikro-Laserprojektor für ein dynamisches Lichtsystem durch. Die Gewinner erhielten je 15.000 Euro Preisgeld sowie einen Platz im ZKW Partnership-Programm. Die prämierten Konzepte sollen nun gemeinsam mit den ZKW Innovationsexperten in die Praxis umgesetzt werden. „Die Zusammenarbeit mit Start-ups ist ein wesentlicher Teil unserer Innovationsstrategie und wichtig, um zukünftige Licht- und Sensorsysteme zu entwickeln. Damit soll die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer im Zeitalter des autonomen Fahrens maximiert werden“, erklärt Oliver Schubert, CEO der ZKW Group GmbH.

Wasserabweisende Oberflächen
Mit seiner neuartigen Methode zur Oberflächenveredelung hat das kanadische Start-up FLITE eine Technologie entwickelt, die Oberflächen aus unterschiedlichsten Materialien wasserabweisende Eigenschaften verleiht. Die Lösung orientiert sich dabei am natürlichen Vorbild des Lotusblatts, dessen mikroskopisch kleine, raue Oberflächenstruktur abstoßend auf Flüssigkeiten wirkt. FLITE erzeugt diese Eigenschaft mittels eines pulsierenden Lasers, der eine spezielle Struktur in Materialoberflächen graviert. ZKW untersucht diese Technologie derzeit als Ergänzung zur Oberflächenbeschichtung von Scheinwerfer-Abdeckscheiben. „Die Innovation gewährleistet freie Sensorsicht, während sie Ressourcen spart und zu hundert Prozent umweltneutral ist“, so Hannes Scheer, Leiter Innovation der ZKW Group GmbH.

Mit Laserlicht kommunizieren
Für autonomes Fahren ist die Vernetzung und Kommunikation der Fahrzeuge untereinander sowie mit anderen Verkehrsteilnehmern wie FußgängerInnen und RadfahrerInnen entscheidend. Das israelische Start-up Maradin nutzt dazu einen Mikro-Laserprojektor, der an verschiedensten Positionen des Fahrzeugs wie zum Beispiel auch im Seitenspiegel integriert werden kann. Damit lassen sich beispielsweise Warnhinweise auf die Fahrbahn projizieren, aber auch für den Benutzer beim Annähern ans Auto Informationen über z.B. den Ladestand/Tankfüllung oder auch aktuelle Verkehrsberichte anzeigen. Das Konzept ermöglicht dynamische Laser-Lichtanimationen, die kommunizieren können und für eine erhöhte Sicherheit bei Nacht für alle Verkehrsteilnehmer sorgen.

Ausgezeichnete Ideen
Die ZKW Expertenjury bewertete die eingereichten Ideen nach unterschiedlichen Kriterien. So standen unter anderem der Mehrwert für die Kunden, die Umsetzbarkeit, Marktchancen, das Kosten-Nutzen-Verhältnis, der Reifegrad der Technologie und strategische Überlegungen im Fokus. Nun können die Gewinner ihre Konzepte im Rahmen von Workshops gemeinsam mit ZKW Spezialisten konkretisieren und in die Praxis umsetzen. „Wir arbeiten gerne mit hellen Köpfen zusammen und freuen uns auf neue, erfolgreiche Partnerschaften mit den Start-ups“, erklärt Oliver Schubert, CEO der ZKW Group GmbH.

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Mag. (FH) Sandra Simeonidis-Huber, M.E.S.

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