Autonomes Fahren

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Autonomes Fahren aus der Sicht des Lichtherstellers

Es ist eine der großen Fragen der Zukunft: „Wie wird sich die Rolle des Lichts verändern, wenn das Fahrzeug autonom fährt? Diese Frage ist noch nicht geklärt. Wir beschäftigen uns jedoch bereits jetzt intensiv mit der Zukunft des Lichts!

Aus diesem Grund haben wir uns, im Rahmen der IAA 2017, über die zukünftige Rolle des Lichts Gedanken gemacht! Sehen Sie hierzu unsere USE-CASE-VIDEOS:


Allen Verkehrsteilnehmern wird klar gemacht, wohin das Fahrzeug fährt und was es plant.

Nach einem entspannten Tag mit Freunden am See fahren Sie mit dem Fahrrad erst nach Einbruch der Dunkelheit nach Hause. Der Heimweg führt über Freiland, ist gut asphaltiert jedoch schlecht beleuchtet und bedeutet somit eine potentielle Gefahrenquelle für Sie. Würde Ihnen nun ein autonom fahrendes Auto entgegenkommen, könnten Sie dank der vom Auto ausgehenden Lichtsignale am Boden die Fahrtrichtung und speziell die Wegführung des Fahrzeuges frühzeitig erkennen und entsprechend darauf reagieren. Ohne diese wegweisenden Lichtsignale am Boden, würde Ihnen der Blinker lediglich anzeigen, dass das Fahrzeug abbiegt– so wie dies heute funktioniert. Sie können somit aber nur erahnen, welchen Weg das Fahrzeug nehmen wird.

Vereinfacht das Identifizieren eines Car Sharing Autos, wenn mehrere gleich aussehende Fahrzeuge auf die Abholung warten.

Stellen Sie sich vor: Sie sitzen bis weit nach Mitternacht im Büro und sind völlig übermüdet. Der Heimweg beträgt eine halbe Stunde mit dem Auto und öffentliche Verkehrsmittel gibt es in der näheren Umgebung nicht. Ihre Wahl fällt auf eines der bequemen und immer verfügbaren „Urban-Cabs“. Dies sind autonom fahrende Autos, welche Sie mit Ihrem Mitgliedsbeitrag in einer Gemeinschaft für ein paar Stunden im Monat nutzen können. Wegstrecke, Abholzeitpunkt und Ort sind online schnell eingegeben und ihr Transportmittel steht unmittelbar nach Buchung bereit. Um herauszufinden, welches autonom fahrende Auto für Sie reserviert ist, müssen Sie auf das auf den Boden projizierte Licht achten. Dieses markiert Ihr bestelltes Fahrzeug. Anschließend steht einer entspannten Heimfahrt nichts mehr im Wege. Am Ende der Fahrt macht Sie ein entsprechendes Licht auf das Aussteigen aufmerksam und verabschiedet Sie.

Autonom fahrende Autos teilen Fußgängern durch Projektion eines Zebrastreifens auf die Straße mit, dass Sie erkannt wurden und die Straße sicher überqueren können.

Die Zeitung lesen, auf dem Smartphone surfen und Nachrichten schreiben, sich mit anderen Menschen unterhalten und dabei gedankenverloren ohne Voraussicht oder Sichtkontakt über die Straße gehen. Unzählige Unfälle passieren mittlerweile genau deswegen. Hier wollen in Zukunft Licht und Sensorik ansetzen. Sie steigen vom Gehweg auf die Straße und das autonom fahrende Auto erkennt dies sofort und bleibt stehen. Zusätzlich soll das Auto auch mittels Lichtstrahl einen Zebrastreifen auf die Straße projizieren, um Ihnen zu signalisieren, dass Sie die Straße bedenkenlos passieren können. Damit auch der Gegenverkehr weiß, dass Sie die Straße queren wollen, sorgt die Lichtlösung der Zukunft für eine rote Haltelinie auf der Gegenfahrbahn.

Die Beeinflussung von Fußgängern und analogen Verkehrsteilnehmern wird durch die selektive Reduktion der Lichtintensität auf einen definierten Wert deutlich reduziert.

Eigentlich ist es bereits Realität. Mit modernen Scheinwerfern, die wir heute schon entwickeln und produzieren, blenden wir niemanden mehr. Unser Produktportfolio umfasst Matrix-Scheinwerfer, Laserscheinwerfer oder voll adaptive LED-Licht-Lösungen. Alles ist hell erleuchtet und wird im Bedarfsfall einfach und gezielt ausgeblendet. Autonom fahrende Autos kommen in Zukunft mit weniger Licht aus. Für Menschen, die aber weiterhin selbst ein Auto steuern möchten, muss diese Technologie stetig verbessert werden. So gesehen liegen Zukunft, Gegenwart und Vergangenheit immer eng beieinander.

Maximale Sicherheit durch Anzeige des jeweils notwendigen Sicherheitsabstandes aufgrund unterschiedlicher Bremswege, welche von Fahrverhalten und Verkehrssituation abhängig sind.

Wenn Autos autonom fahren, werden wir kaum darauf achten, wo wir uns befinden und welchen Weg wir gerade fahren. Sämtliche Funktionen regeln sich automatisch. Davon ausgeschlossen ist die Physik, die sich dem neuen Zeitalter nicht beugen will. Jeder kennt die Formel: Anhalteweg = Reaktionsweg + Bremsweg. Man kann davon ausgehen, dass sich der Reaktionsweg deutlich verkürzen wird, denn Sensoren bremsen zeitgleich mit dem vorangehenden Fahrzeug. Der Bremsweg hängt allerdings nicht nur von der Geschwindigkeit ab. Physische Einflüsse wie eine nasse Fahrbahn oder der Reifendruck müssen hier ebenso berücksichtigt werden. Um zu wissen ob unser autonom fahrendes Auto auch ausreichend Sicherheitsabstand einhält, kann das vorausfahrende Fahrzeug, je nach Bremsintensität, einen Abstandsstreifen bzw. eine Sicherheitszone auf die Fahrbahn zeichnen.

Steigerung der Effizienz durch Reduktion der Lichtleistung in nicht benötigten Situationen ohne in notwendigen Situationen auf die entsprechende Signalwirkung zu verzichten.

Ist Ihnen bereits aufgefallen, dass in der Stadt der Sternenhimmel verschwindet? Die Astronomie bemerkte zuerst die Schattenseite der lichtdurchfluteten Städte. Die Beobachtungsmöglichkeiten großstadtnaher Observatorien wurden durch die Lichterflut in den letzten Jahrzehnten massiv eingeschränkt. Heute müssen bereits Observatorien auf hohen Bergen, fernab von Millionenstädten errichtet und vor Lichtverschmutzung geschützt werden. Diese „Lichtglocken“ über urbanen Gebieten können mehrere hundert Kilometer weit reichen. Wenn man die Milchstraße, Sternschnuppen oder Kometen erleben und beobachten will, dann ist dies nur noch fernab der Städte möglich. Aus diesem Grund zeigen wir ein Szenario, in dem Licht beim autonomen Fahren ausschließlich in gewissen Situationen eine Rolle spielt. Wenn Sie autonom über Freiland oder in der Natur unterwegs sind, dann verursacht Ihr selbstfahrendes Auto auch keine Lichtverschmutzung, da es kaum Licht emittiert. Erst wenn Sie gesehen werden müssen, beginnt das Fahrzeug, mit dem „Marking Light“, die Konturen aufzuhellen. Im Zuge dessen wird auch auf Überlandfahrten Energie gespart.

Erkennbarkeit von miteinander „gekoppelten“ Fahrzeugen durch einen umgebenden, geschlossenen Kreis. Die sichere Durchfahrt von Fahrzeugen, die nicht dem Konvoi angehören, kann mittels Licht-Korridoren ermöglicht werden.

PKW wie auch LKW können dicht hintereinander fahren, völlig autonom und untereinander vernetzt. Theoretisch können LKW-Kolonnen mehrere hunderte Meter lang sein. Kolonnen ermöglichen es durch den Windschatten Kraftstoff zu sparen, bei der Logistik von Waren können Personalkosten eingespart werden und bestimmte Waren könnten somit wieder billiger werden. Auf der rechten Spur der Autobahn könnte eine Kolonne von LKW autonom fahren. Beim Auffahren auf die Autobahn wird der Beschleunigungsstreifen dadurch aber sehr bald zu kurz, wenn die LKW-Kolonne nicht zu enden scheint. In dieser Situation kann das Licht helfen. Sobald den LKW bewusst wird, dass ein anderes Fahrzeug auf die Autobahn fahren möchte, kann sich ein Fenster auftun und durch Licht wird dem anderen Fahrzeug angezeigt, dass es die Kolonne passieren und sich in den Verkehr einreihen kann.

Sicherheitszonen rund um das Auto sowie andere Verkehrsteilnehmer werden für alle erkennbar auf der Straße dargestellt und geschwindigkeitsabhängig angepasst.

An einem schönen Herbsttag unternimmt eine Familie einen Radausflug. Die Eltern und Kinder fahren im Konvoi. Kinder, obgleich sie meist sehr diszipliniert sind, können im Straßenverkehr oft unberechenbar agieren. Es ist ihnen noch nicht möglich, Entfernungen und die Geschwindigkeit von Objekten, die auf sie zukommen, wie Erwachsene einzuschätzen. Auch in diesem Fall kann Licht helfen. Mit Lichtkreisen um das Fahrzeug wird der sichere Bereich angezeigt sowie der Abstand markiert, um nicht gefährdet zu werden. Selbst wenn das Auto die ganze Familie überholt, kann der Lichtkreis somit ein Gefühl von Sicherheit geben.

Die Sensorik in den Scheinwerfern sorgt für sicheres Fahren. Zusätzliche Lichtmarkierungen können Sicherheitsabstände anzeigen.

Da Sie in ein spannendes Buch vertieft sind, zieht die Außenwelt unbemerkt an Ihnen vorbei. Sie befinden sich in Ihrem Fahrzeug und haben aus dem Augenwinkel den Knopf „Nach Hause“ gedrückt. Kurz darauf sind Sie wieder in Ihren Roman versunken. Sie verlassen sich somit voll und ganz auf die Sensoren, die Technik und Bequemlichkeiten, die das autonome Fahren mit sich bringt. Nicht jeder Verkehrsteilnehmer kann dies jedoch im gleichen Umfang tun. Der E-Bike-Nutzer auf der Nebenspur muss sich zwar auch auf die Sensoren des autonomen Fahrzeugs verlassen, jedoch auf eine andere Art. Er sieht lediglich die Lichtzeichen und Markierungen direkt am oder um das Auto, die ihm anzeigen, welche Bewegungen das Fahrzeug im nächsten Moment unternehmen wird. Licht agiert also als Kommunikationsmittel. Es kann Kollisionen vermeiden und die Welt etwas sicherer gestalten.

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